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Körle und Adam, Stuttgart – 7. Dezember 2019

8. Dezember 2019

In unserer Kategorie „Berichte“ stellen wir Restaurants mit vegetarischen Gerichten vor, die nicht den Anspruch haben in der „Sterneliga“ mitzuspielen, aber gleichwohl einen Besuch wert sind.

Samstagabend ist bei uns Ausgehzeit. Freunde haben vorgeschlagen ins Körle und Adam zu gehen, aber mussten krankheitsbedingt kurzfristig absagen. Daher waren wir zu zweit im Körle und Adam.

In Stuttgart gibt es wenige rein vegetarische oder sogar rein vegane Restaurants in denen man abends gemütlich Essen gehen kann. Die meisten Möglichkeiten sind eher Imbisse, wie z.B. die Yuícery oder das Vegi Stuttgart. Wir vermissen immer noch das Coox & Candy in Bad-Cannstatt, bei dem es tolle vegane Gerichte gab, das aber leider vor ein paar Jahren schließen musste.

Aber es gibt immer noch das Körle und Adam in Stuttgart-Feuerbach, wo man ein gemütliches veganes Abendessen bekommt, wenn man denn einen Tisch reserviert hat. Denn das Restaurant ist am Wochenende teilweise mehrere Wochen im Voraus ausgebucht.

Das Körle und Adam sieht innen aus wie ein richtiges Wirtshaus, mit viel Holz und Eckbänken, aber es wirkt alles recht locker und nicht beengt. Wir gehen schon seit ein paar Jahren immer mal wieder hier Essen und mich hat immer etwas gestört, dass das Restaurant einen leichten „missionarischen Touch“ hatte. Überall standen vegane Kochbücher und Zeitschriften und letztes Jahr stand an der Wand auch ein Spruch dazu warum vegan leben zu einer besseren Welt führt. Ich habe das nie so richtig verstanden. Die Gäste sind doch freiwillig in ein veganes Restaurant gekommen, warum müssen diese denn noch missioniert werden? Aber das hatte sich am Samstag erledigt. Außer ein paar Zeitschriften am Eingang und einen Hinweis auf eine Spendenaktion finden sich keine Hinweise mehr. Das gefällt mir sehr gut. Wichtig ist doch das Essen und der Service. Wenn beides stimmt, dann kommen die Leute auch wieder und werden positiv berichten.

Es gibt traditionell drei Menüs im Körle und Adam zur Auswahl. Die Menüs beinhalten ein bis zwei Vorspeisen, ein Hauptgericht und ein Nachtisch. Man kann aber natürlich alle Gerichte beliebig kombinieren oder auch nur ein Hauptgericht essen. Die Portionen sind sehr groß, so dass vielen Gästen sicher auch ein Hauptgericht reicht.

Auf der Weinkarte gibt es nur fünf Weißweine zur Auswahl sowie ein paar mehr Rotweine. Alle natürlich vegan und meistens auch bio. Wir entscheiden uns für den Henri Bourgeois Sancerre Les Baronnes von 2017. Ganz netter Sauvignon Blanc, aber irgendwie flach und ein bisschen langweilig.

Wir wählen jeweils eine unterschiedliche Vorspeise, die wir dann zur Hälfte tauschen. Zum einen gibt es Crostini, die auf der Karte als „Gerösteses Dinkelbrot mit Kalamata-Olivenmus, Tomatenwürfel und Knoblauch“ beschrieben werden. Der Olivenaufstrich ist wirklich sehr lecker. Das Brot schmeckt ein bisschen fad und ist auch sehr hart, so dass man Angst hat sich beim Kauen zu verletzen. Aber dennoch ganz gut.

Zum anderen wählen wir den Asiasalat, mit Reisnudeln, Sojasprossen, Karotten, Zucchini und Paprika, Wakame mit Sesam und Erdnussvinaigrette. Der Salat schmeckt sehr frisch und bildet eine tolle Kombination mit der Erdnusssoße. Gute Kombination von leichten asiatischen Anklängen mit einem klassischen gemischten Salat. Die deutlich bessere Vorspeise heute Abend.

Als Hauptgericht entscheiden wir uns beide sehr schnell beim Blick auf die anderen Tische für den Gebratenen Serviettenknödel auf Apfel-Rotkraut, Wacholder-„Rahm“-Sauce, Preiselbeeren und gerösteten Walnüssen. Das entpuppt sich als eine sehr gute Wahl. Ein wunderbares Weihnachtsgericht mit sehr schmackhaftem, leicht süßlichem Rotkraut und einer perfekten Rahmsauce. Keine Ahnung wie man das ohne Sahne zubereiten kann, aber wirklich perfekt. Die angebratenen Serviettenknödel passen super dazu und lassen einen nichts vermissen. Trotz der großen Portion hätte ich gerne noch mehr gehabt, da es wirklich lecker schmeckt.

Zum Nachtisch entscheiden wir uns für Rafaelo: Weißes Schokoladen- und Kokoseis in einer Kruste von Mandelsplitter und Kokosraspel in Mangosauce. Auch hier wieder eine richtig große Portion, die man gut teilen kann. Sehr lecker, man schmeckt eher wenig von dem Kokoseis, aber eine sehr gute Idee und gut umgesetzt.

Vor allem aufgrund des Hauptgerichts verlassen wir sehr glücklich das Körle und Adam.

Körle und Adam
Feuerbacher-Tal-Straße 31
70469 Stuttgart
www.koerleundadam.de

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Berichte

Felix
Ich liebe Essen gehen. Das Ambiente, die Auswahl, der Wein und natürlich das Essen selbst. Bei vegetarischem Essen wird man viel öfters überrascht als bei Fisch oder Fleisch. Das finde ich schön.

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