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Marktküche, Zürich, Schweiz – 16. Februar 2019

15. November 2019

Wir hatten ein Wochenende in Zürich geplant um ein Konzert eines Musikers zu verfolgen. Wie es sich für einen kleinen Städtetrip gehört, schauen wir im Vorfeld auch immer wo man gut Essen gehen könnte. Da es in guten Restaurants bekanntlich schwierig ist kurzfristig einen Tisch zu bekommen, kümmern wir uns gerne auch schon mehrere Monate vorher darum.

Wir waren noch nie in Zürich, aber der erste Eindruck der vegetarischen Restaurantszene bei Google, Tripadvisor und Co. war positiv. Es scheint viele vegetarische Restaurants in allen Preisklassen zu geben.

Marktküche, Zürich

Besonders ins Auge gestochen ist dabei die Marktküche. Das Restaurant gibt es seit 2014. Im Gault Millau 2018 wurde es erstmals mit 13 Punkten bewertet. In der Ausgabe von 2019 bereits mit 15 Punkten. Das hat uns zumindest neugierig gemacht und wir haben einen Tisch reserviert (online möglich).

Die Marktküche liegt 15 Minuten Fußweg vom Hauptbahnhof entfernt. Nach einem kurzen Spaziergang erreichen wir das Restaurant pünktlich zur Öffnung am Samstagabend um 17 Uhr. Wie nicht anders zu erwarten, sind wir die ersten Gäste. Aber das Konzert beginnt um 20 Uhr, daher musste es ein frühes Abendessen sein.

Von außen sieht das Restaurant ein bisschen aus wie der typische Viertelitaliener. Innen ist alles sehr schick, aber nicht zu verspielt. Es gibt viele Kräuter und Blumen an der Wand. Ein bisschen Hipster-Style, aber man fühlt sich sofort wohl. Das liegt auch an der extrem freundlichen Begrüßung durch den Service.

Zur Auswahl gibt es zwischen vier und acht Gängen. Das Menü ist eine Überraschung. Erst nachdem man sich für die Anzahl der Gänge entschieden und eventuelle Allergien mitgeteilt hat, erhält man das Menü. Ich freue mich immer, wenn ich in einem rein vegetarischen Restaurant bin, da dann die nervige Diskussion mit dem Service, dass man kein Fleisch isst und wie genau das Menü angepasst werden kann, entfällt.

Das Menü

Die Preise sind zürich-typisch natürlich kein Schnäppchen, aber wir bewegen uns hier noch nicht in der Sterne-Preisklasse (jedenfalls in der Schweiz). Wir haben uns für die goldene Mitte und sechs Gänge entschieden.

Der Gruß aus der Küche ist eher noch unspektakulär. Brot und Aufstrich, aber geschmacklich macht er schon mal Lust auf mehr. Wir haben zwischenzeitlich durch die Weinkarte geblättert, uns aber dann doch für die Weinbegleitung entschieden, die hier „Weinflug“ heißt. Die sechs Weine kommen aus Österreich, Frankreich und Teneriffa und passen wunderbar zu den jeweiligen Gängen.

Dann gibt es noch einen zweiten Gruß aus der Küche und langsam haben wir das Gefühl, dass wir eine sehr gute Entscheidung getroffen haben. Wunderbarer Geschmack bei diesem kleinen „Küchlein“.

Der erste Gang nennt sich „Farbenspiel“ und er sieht wirklich fantastisch aus. Brokkoli, Perlzwiebel, Eiszapfen (eine Art Radieschen) und Pflaume. Herrlicher frischer Geschmack mit der Pflaume als süßer Komponente.

Als nächstes gibt es eine Suppe von geröstetem Blumenkohl mit (schwarzem) Trüffel und Bergkartoffel. Der Gang haut mich wirklich um. Es ist Danis Lieblingsgang. Eine fantastische Suppe von der man nicht genug bekommen kann. Vor lauter Begeisterung habe ich vergessen ein Foto zu machen.

Der dritte Gang ist von Namen her asiatisch. „Dim-Sum vom Topinambur“ mit Spinat, Mangold und „Bearnaise“. Ein wunderbares Gericht, bei dem man nur traurig ist, dass es nicht mehr ist. Herrlicher Geschmack, den man so bisher noch nicht kannte und gar nicht so asiatisch wie gedacht.

Als vierten Gang gibt es „Grünzeug Tortellini“ mit confierter Artischocke. Mindestens genauso gut wie der dritte Gang. Ein Genuss von dem man nicht genug bekommt.

Wenn ich sage, dass ich sehr gerne vegetarisch Essen gehe, dann ist das beste Beispiel dafür der fünfte Gang in der Marktküche. Es gibt ohne Zweifel Fisch und Fleisch in herausragender Qualität und exzellenter Zubereitung. Aber oft fehlt mir die Überraschung. Meistens sind es dann die Beilagen, die einem dem Aha-Effekt entlocken. Teilweise denkt man sich: dieser Gang wäre ohne Fisch genauso gut gewesen. „Züricher Waldstaudenroggen“ mit 12h Lauch, Rotwein und Kräutern nennt sich dieses Meisterwerk vom Chef des Hauses, Tobias Hoesli. Es ist mein Lieblingsgang. Mit großem Abstand. Der Lauch ist etwas, was ich noch nie gegessen habe. Ein Geschmack so neu und gut und fantastisch, dass ich einfach nur noch begeistert bin. Das selbe gibt für den Roggen. Einfach richtig richtig gut. Das ist moderne Küche.

Als ich die Begeisterung für den Abend dem Service mitteile, erlebe ich die nächste Überraschung. Die Marktküche ist kein vegetarisches Restaurant, sondern ein veganes Restaurant. Ich bin schlicht sprachlos. Natürlich kenne ich gute vegane Restaurants, aber auf diesem Niveau hatte ich es noch nie erlebt. Es wird auch nicht groß beworben, auf der Homepage steht nur sehr klein, dass auf tierische Produkte verzichtet wird. Das Wort „vegan“ wird nicht verwendet. Das ist im Ergebnis auch egal. Denn es schmeckt einfach fantastisch.

Nach dem Pre-Dessert folgt das eigentliche Dessert. „Bündner Sanddorn“ mit Grand Cru Couverture, Pastinake und Birne. Sehr lecker und deutlich süßer als erwartet. Aber lange nicht so gut, wie der Rest des Menüs.

Danach gibt es noch drei wunderbare Kleinigkeiten für jeden von uns. Dann machen wir uns auf den Weg zum Konzert. Nach knappen drei Stunden verlassen wir die Marktküche. Begeistert, beschwingt und glücklich.

Fazit

Für mich war die Marktküche – Stand November 2019 – das Highlight des Jahres. Ich will das Restaurant 2020 unbedingt wieder besuchen. Allerdings werden meine Erwartungen riesig sein. Aber ich bin sehr zuversichtlich, dass ich nicht enttäuscht werde.

Bewertung

  • Essen 8/10
  • Service 9/10
  • Ambiente 8/10
  • Gesamtwertung: 8/10

Anschrift

Marktküche
Feldstrasse 98
8004 Zürich, Schweiz
www.marktkueche.ch

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Restauranttests

Felix
Ich liebe Essen gehen. Das Ambiente, die Auswahl, der Wein und natürlich das Essen selbst. Bei vegetarischem Essen wird man viel öfters überrascht als bei Fisch oder Fleisch. Das finde ich schön.

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